Wertanlage: Euro

11 03 2008

Achtung! Es folgt ein kleiner (wirklich nur kurzer) Business Ausflug – alle dies gar net interessiert, müssen nicht weiterlesen.

Ich möchte nämlich nur kurz über meine erfolgreiche Wertanlage in diesem Jahr berichten – meine Ersparnisse in Euro. Auf den Aktienmärkten gehts rund, Banken schreiben Verluste in Milliardenhöhe – nicht so mein Bankkonto. Gerade erst wieder gelesen: Euro schließt auf Rekordhoch – für einen Euro gibts 1,55 Dollar. Heißt für mich – seit ich hier bin, zahl ich fast 10% weniger für die gleichen Hong Kong Dollar (direkt an den US-Dollar gekoppelt) die ich abheb – gut was? :D

Zur näheren Information hier die neueste BACA Aussendung zum ‘Urlaubseuro’: http://www.ba-ca.com/de/21004.html

Aber auch sonst spürt man in Asien, dass der Euro im Aufwind ist. Vorbei die Zeiten, da asiatische Kinder um eine US Dollar Note betteln – nein, Euro-Münzen sind die begehrten Souveniers (richtiges Geld nämlich). Selbst bis in den Dschungel von Kambodscha ist die Beliebtheit gewachsen – laut den Erzählungen von ein paar andern Austauschstudenten hie, nehmen korrupte Grenzpolizisten dort mittlerweile liebend gern Euro an – für einen Schein extra, nehmen sie einem sogar die Kalaschnikov aus dem Gesicht. Da lacht einem das Herz als Europäer…

Die Schattenseite? Geld doesn’t matter – irgendwie denkt man aufgrund dieser Wechselkurssache, dass eh alles ziemlich billig ist (was es aber nicht ist) – vor allem nicht in den diversen vielen Clubs in HK. Für Amis muss es schon fast unerschwinglich sein, für mich sind 6-8 Euro pro Bier nur ganz knapp über der Schmerzgrenze…





Schnitzel vs. Dim Sum

10 03 2008

Mit einer kleinen Metapher möchte ich meinen heutigen Tag beschließen. Wer meine Worte ganz ernst nimmt, kann sie so nehmen wie sie hier stehen – wer etwas Phantasie hat, darf sie auch interpretieren (und sie auf das Thema Frauen auslegen).

Das Ganze soll sich um das Thema Essen drehen – hier in Asien ist das Essen anders – die Zubereitung, die Gewürze, der Geschmack und sogar die Technik, mit der man es verspeist. Als traditionell fleischessender Österreicher mag ich mein Schnitzel – Schnitzel kann man oft essen, man kann eigentlich nie etwas falsch machen mit Schnitzel. Mal isst man sein Schnitzel mit Pommes, mal mit Kartoffeln oder doch wieder mit Reis. Da aber die wenigsten sich ausschließlich von Schnitzel ernähren wollen, variieren viele bei ihrer Ernährung. Mal eine Pizza oder Spaghetti beim Italiener, ein Kebab beim Kebabstand nebenan oder doch sogar das eine oder andere Mal ins Chinarestaurant.

Wer ins China Restaurant geht, möchte sich meist etwas chinesisches bestellen – eventuell 8 Schätze, Dim Sum oder die obligatorischen Frühlingsrollen? Natürlich, schließlich möchte man etwas ausprobieren; auch wenn das Ergebnis nicht wie erwartet ist, ein Schnitzel vielleicht doch etwas leckerer gewesen wäre, so erfährt man doch zumindest eine Erweiterung seines kulinarischen Horizonts. Wer sein Leben lang Schnitzel isst, nichts ausprobiert, der weiß gar nicht was er an seinem Schnitzel hat.

Meine persönliche Meinung dazu – wer nach Asien geht an dann doch wiederum nur nach Deutschen oder Österreicherinnen Ausschau hält, kommt etwa dem gleich, der im Chinarestaurant sein Schnitzel bestellt.

Um es mit den Worten eines berühmten Deutschen Philosophen und Youtube Video Darstellers zu beschließen:

“Der Mann braucht Abwechslung!”
V. Toni, 2007

PS: Natürlich braucht hier gar nix für voll genommen zu werden – ein paar persönliche Gedanken werden doch wohl noch erlaubt sein ;)





Guide: Americans

5 03 2008

Auch wenn Amerika nicht das Top-Thema sein sollte – mir ist grad danach und ich schreib ein bissl über sie. Es handelt sich hier nur eine kleine Stichprobe von vllt. 100-150 Amis, trotzdem möchte ich ein paar Zeilen über sie schreiben.

Begrüßung – ein sehr wichtiges Thema, auf das ich gleich zu Beginn eingehen möchte. Eine Begrüßung besteht üblicherweise aus einer der folgenden Phrasen: ‘Hey, how ya doin’ man’, ‘Hey, how is it goin’ man’ oder schlicht ‘Wassup, man’ – dabei sei zu beachten, dass auch andere Wortstellungen möglich sind – das kann beispielsweise so aussehen: ‘Hey man, how ya down’ oder ‘Hey man, wassup?’. Zu beachten dabei ist, dass es sich um keine Frage im eigentlichen Sinne handelt – was bedeutet, dass keine Antwort erwartet wird. Ich selbst habe oft den Fehler gemacht die Frage ‘hey man, how ya doin’?’ mit ‘Thanks, I’m fine’ oder ‘I’m going out tonight’ zu beantworten. Ein fataler Fehler, der meist mit einem ignoranten Nicken bestraft wird – es handelt sich nämlich nicht um eine Aufforderung zum Smalltalk sondern schlicht um ein ‘Servus’, das man mit selbigem beantwortet: ‘Hey man, how is it goin’ bietet sich dabei an.

America votes: Ein spezielles Thema, das ich angesichts der aktuellen Vorwahlen in den USA einmal aufgreifen möchte. Ich fühle mich nämlich 4 Jahre zurückversetzt – kurz bevor Bush zum 2. Mal gewählt wurde. Was sich in Europa kaum jemand vorstellen konnte und so gut wie jeder eher einen Baumstumpf als Bush gewählt hätte, war das in den USA kaum eine Überraschung. So ist es auch diesmal, wo wir europäischen Studenten nur gespannt darauf warten, welcher Demokratische Kandidat ins weiße Haus einzieht (der erzkonservative, steinalte, kriegsverherrlichende Greis McCain kommt meist nur am Rande vor – wer wählt den schon…) , sieht das bei den Amerikanern hier ganz anders aus. Obama? Zu unerfahrn – außerdem wählen den eh nur Schwarze und Hippies. Clinton? Die Stimmer nervt – und ihr Mann hat sie voll verarscht mit Lewinksy. McCain? Der ist ganz ok, zwar halbwegs alt – aber immerhin bekämpft er die Terroristen (sie werden uns alle töten!!!). Ohne ein Pauschalurteil geben zu wollen, kann ich mir sehr gut vorstelln, dass es der Republikaner einmal mehr schafft – ganz egal wie stark der Hype unter den Demokraten derzeit ist.

Attitude to alcohol: Wie viele wissen, ist es in den USA nicht erlaubt Alkohol unter 21 Jahren zu kaufen oder zu konsumieren – daher ist es naheliegend, dass die meisten Amerikaner hier noch nie Alkhol getrunken haben. Ok, stimmt nicht – Amis saufen genauso viel wie der Durchschnittsösterreicher – also sagen wir, eine ganze Menge. Der entscheidende Unterschied – die Leber. Während die Leber des 21jährigen Durchschnittseuropäers bereits dem Zerfall nahe ist, ist sie bei einem gleichaltrigen Amerikaner noch relativ frisch (sie hat meist erst 4-5 Jahre Alkoholkonsum auf dem Buckel…). Von den (in den USA wohl sehr beliebten) Saufspielchen wie Beerpong sind wir hier dennoch vorerst verschont geblieben.

Natürlich könnte ich das gleiche auch über Chinesen schreiben – das wäre aber eher kurz ausgefallen. Begrüßung? Nicken und sich (mir noch unverständliche) Sätze sagen. Alkohol? Kommt eigentlich kaum bis gar nicht vor. China votes? Ich glaub hier ist der Kommentar überflüssig…





Wanna buy fake?

24 02 2008

Heute gings zum ersten Mal nach China – also ins ‘richtige’ China, dort mit Todesstrafe und Kommunismus – wos nicht so zimperlich zugeht wie in HK. Aber mal langsam – eigentlich gings nur in die Sonderwirtschaftszone Shenzhen – das ist quasi eine Stadt die direkt an Hong Kong angrenzt und mittlerweile schon knappe 8 Millionen Einwohner hat (ich glaub ich bin nicht der einzige der noch nie vorher davon gehört hat). Groß geworden mit Fabriken für Schuhe und T-Shirts hat die Stadt mittlerweile eine eigene Börse (die einzige in Mainland China neben Shanghai) sowie eine Vielzahl von Shopping Centers.

Diese Shopping Centers haben aber eine besondere Eigenheit. Jeder kennt es aus Europa wenn man gefälschte Ware angedreht kriegt – an mobilen Ständen, die ‘Armani’ eher extragünstig anpreisen. In Shenzhen kauft man das in den besagten Shopping Centers – 8 Stockwerke hoch, Maße geschätzt 500×500m gefüllt mit hunderten Shops und tausenden Händlern, die ihre Ware an den Mann bringen wollen. Armani, Louis Vuitton, Boss für Kleidung, Breitling, Rolex, Omega für Uhren, Sony, Apple für Elektronik – alles was eine Marke hat kann hier gekauft werden. Preis? Kommt darauf an – ob man handelt, gut handelt oder sehr gut handelt. Als Anfänger bei der heutigen Shopping Tour hat mich der 50%+ Rabatt auf Dinge schon ziemlich gefreut (da warn die Preise schon richtig gut) – im Nachhinein hab ich mich dann geärgert dass es keine 70%+ waren. Es macht Spaß, ist aber auch anstrengend runterzuhandeln – 5 Minuten handeln für 50 Cent runter – das ist harte schlecht bezahlte Arbeit.

Insgesamt hat sich die Sache aber gelohnt – knappe 80 Euro für Zeug das zu Hause locker 1000 Wert is (zumindest ungefälscht) – großteils isses eh Zeug das ich in 2 Monaten wieder wegschmeiß, aber mich interessiert doch was die Lebenserwartung von dem Zeug (von Uhr über Sonnenbrille bis T-Shirts) so ist.

PS: den 128 GB USB Stick hab ich mir schlussendlich doch nicht gekauft – klingt doch ein bissl blöd wenn das so beworben wird – und wenn man dafür keine 30€ blecht. Etwas in der Art hab ich schon vermutet: klick mich





Wahlen

20 02 2008

Wie Wahlen? Ich dachte Hong Kong und China und so – die hams doch nicht so mit den Wahlen?

Dacht ich auch – aber wählen ist hier doch nicht so verpöhnt wie so mancher glauben möchte. Zur Beruhigung – es handelt sich nur um Uniinterne Wahlen – und zwar wählen alle Studenten ihre Vertreter. Um das Ganze zu erklären: Jede Hall (Wohngebäude), jeder Studienzweig (davon gibt es viele) und natürlich jede Society (jeder Club – und davon gibt es sehr viele) wählt seine gewünschten Vertreter. Das bedeutet so viel wie: die ‘Magic Society’ (so viel wie der Zauberclub), die ‘Accounting Studens Association’ (so viel wie der Finanzstudienzweig) sowie alles und jeder wählt – und da jede Association ein ca. 15-köpfiges Gremium wählt ist auch (zumindest kommt es mir so vor) so gut wie jeder aufgestellt.

Für uns heißt das – seit 2 Wochen ist an der Uni die Hölle los. Während der nächsten 2 Wochen sind alle wichtigen Wahlen für das kommende Jahr – was soviel heißt – jede Society will am Campus möglichst lautstark und optisch erkennbar vertreten sein – das Atrium ist seit Wochen gefüllt mit selbstgebastelten (sehr hübsch verzierten) Papphütten, mit Bannern und Transparenten und natürlich mit kreischenden und stampfenden Studenten. Jeder macht seine Parolen kund (we are the nominated Cabinet of [insert random association here]) und verschenkt Tonnen an gesponsertem, teilweise sogar nütlichem Werbematerial.

Kurzum – Wahlen hier sind außergewöhnlich und machen die heimische Politikverdrossenheit vergessen – FPÖ Kugelschreiber ade – willkommen selbstgebastelte Valentinstagrosen und Chicken Wing Parties. Bisher hab ich leider immer wieder meine Kamera vergessen – aber demnächst wird es definitiv sehenswerte Fotos von ‘Wahlen in China’ geben.

(Wahlen in China – das sollte doch reichen, um meinen Blog für Mainland China zu indizieren?)





Macau

18 02 2008

Samstag stand ein kurzer Trip ans andere Ende der Bucht an. Eine Stunde mit der Speedboat Fähre übers Meer – und schon legt man im ex-portugiesischen Pendant zu Hong Kong an. Auch bekannt als ‘Asian Las Vegas’ beherbergt Macau eine große Zahl an Hotels und Casinos und legt in diesem Business sehr stark zu.

Nebenbei hat Macau auch ein wenig an Sightseeing zu bieten – unter anderem die Macau Festung bestückt mit Kanonen, Burgmauern – und natürlich den obligatorischen Souvenierläden. Außerdem spiegelt sich in Macau die südeuropäische Kultur stark wieder – zum einen im Baustil – zum anderen in den Restaurants in der ganzen Stadt. Für uns bedeutete das: eine Stunde Fußmarsch durch die halbe Stadt in ein hervorragendes portugiesisches (sagt der Reiseführer). Und in der Tat war es ein wirklich köstliches Essen – wobei ich nicht weiß ob das Essen wirklich so hervorragend war oder ob es doch nur das erste europäisch gewürzte Essen an sich war. Die Stunde Fußmarsch hat sich jedenfalls gelohnt.

Wer nach Macau geht muss auch gambeln – stilgerecht im größten, besten, protzigsten und teuersten Casino der Welt.
‘The Venetian Macao’ (http://en.wikipedia.org/wiki/The_Venetian_Macao – leider kein deutscher Eintrag vorhanden) – ein 2,4 Milliarden US Dollar teurer Prunkbau, der so ziemlich alles bietet was das Herz begehrt. Von den nachgebauten Kanälen mit 24 Stunden Tageslicht pro Tag (ein täuschend echt nachgemachter Himmel), Luxussuiten, Stars und Sternchen die Regelmäßig auftreten und natürlich Glücksspielgeländer soweit das Auge reicht.

Meine verlorenen 20 Euro waren das Erlebnis auf jeden Fall wert. Bilder folgen sobald mir mein Flickr Passwort wieder einfällt…

Der Bungee Jump von Macau Fernsehturm ging sich nicht mehr aus (über 300m hoch – die höchste Bunjee Jump Destination der Welt) – aber es war ja nicht das letzte mal in Macau…





Vom Winde verweht…

16 02 2008

…wurde unser geplanter Kurztrip auf die Philippinen. Nach Nachfrage auf der Insel (in einem Hotel das einem Deutschen gehört) haben wir erfahrn, dass die Insel am Donnerstag von einem Taifun leicht verwüstet wurde und fürs Wochenende schon der nächste angesagt war. Da hilft kein hoffen und bangen sondern nur der Griff zum Telefon – bei der netten, philippinischen (und unglaublich schwer zu verstehenden) Callcenter Mitarbeiterin den Flug canceln. Ich hoffe unser Geld für den Flug kommt tatsächlich in 45-60 Werktagen (sprich ca. 3 Monaten) wieder am Konto an…

Immerhin – hier wird das Wetter etwas besser – heute wieder Sonne gesehen (ich hätte nicht gedacht, jeden Sonnenstrahl hier erwähnen zu müssen – aber es ist tatsächlich erwähnenswert).

Um das Wochenende nicht komplett zu verschwenden ging es heute erst einmal richtig gut indisch essen – von heute an ist indisch mein favourite asian food. Wobei jedoch zu erwähnen sei – auch wenn man ‘bitte nicht sehr scharf’ bestellt kriegt man Gerichte die einem immer noch den Rachen durchpusten. ‘Bitte sehr scharf’ mag ich mir dabei gar nicht vorstellen – trotzdem war das Essen heute ein absolutes Highlight.

Morgen gehts dann ab ins ‘Las Vegas Asiens’ – nach Macau um ein paar Runden Black Jack zu zocken und den Casinos ein bisserl Kohle dortzulassen (was ich nicht hoffe) – Macau soll auf jeden Fall einen Trip wert sein – immerhin soll das ‘Venetian’ Macaus noch imposanter sein als der Nachbau Venedigs in Las Vegas. Dafür hoff ich doch das Beste – wünscht mir Glück beim Zocken.

PS: Meinen persönlichen Geburtstagsrausch hab ich gut überstanden – unser Zimmer leider nicht ganz… Aber das ham wir dann auch wieder in Ordnung gebracht :P





Johannes – may you rest in peace

14 02 2008

Ein guter Freund und ehemaliger Klassenkollege von mir – Johannes – hat sich entschlossen am 11. Februar frühzeitig aus dem Leben zu scheiden. Einer der freundlichsten, fröhlichsten Menschen die ich kannte – viele Freunde, eine tolle Familie, eine liebe Freundin, ein erfolgreiches Studium – umso schwerer ist es, es zu verstehen. Ich bin geschockt und traurig darüber, einen so lieben Menschen verloren zu haben.

Ich möchte seiner Familie, insbesondere seinen Eltern und seinem Bruder, seiner Freundin, seinen Freunden und allen die ihn kannten mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

Johannes – mögest du in Frieden ruhen





Sold out: Heaters

11 02 2008

Der relativ kalte Winter (für den Breitengrad auf dem ich mich gerade befinde) kombiniert mit der Tatsache, dass es keine (oder kaum) Heizungen gibt, haben Heizstrahler und elektrische Heizkörper drastisch verknappt – man kann fast von einer akuten Heiznot sprechen. Meine heutige Suche in verschiedenen Elektroshops war erfolglos – Kommentar: ‘I’m sorry – sold out’. Eigentlich wars ja nicht für mich (wir haben schon seit Wochen einen), trotzdem hätt ich einen mitnehmen sollen – ist mir nicht gelungen. Dafür gibts Air Conditioner, Ventilatoren und Kühlgeräte jetzt im sensationellen Sonderangebot…

Der trüben Nebelsuppe, die uns seit Wochen vor den Augen häng, wird aber vorerst goodbye gesagt – das Wetter wird besser? – nein, viel besser – 4 Taga Malapascua (Philippinen) sind angesagt – endlich 30 Grad, endlich Sonne, endlich Strand. Ein Katzensprung von HK entfernt und trotzdem eine fast tropische Paradiesinsel – möge der Wettergott diesmal mit uns sein und uns von Tropenstürmen verschonen.

Die Google Suche spuckt bei der Suche nach Malapascua folgendes aus: http://images.google.com/images?um=1&hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=malapascua&spell=1 

Leider fällt mein Geburtstag noch nicht in die Inselreise – sondern wird hier im kalten HK gefeiert – in der good old Unibar mit allen Studenten die sich auftreiben lassen. Mir solls Recht sein – die Reise ist dann ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk – von mir an mich :D.





Chinese New Year Part II – Feuerwerk

9 02 2008

Gestern war es dann soweit – Feuerwerk – der wohl einzige Grund, warum uns ignoranten Westlern hier das chinesische Neujahr nicht komplett hinten rum vorbei geht… Naja, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht – immerhin gibt es da noch den berühmten Neujahrsmarkt (der doch a bisserl enttäuschend war), die Neujahrsparade (auf der ich nicht war – die aber anscheinend auch enttäuschend war), das ganze religiöse Zeug (mit dem ich hier nichts am Hut hab) – also gut, es läuft doch wieder auf das Feuerwerk hinaus.

Pünktlich wie immer kamen wir 20 Minuten vor Beginn an – soll heißen – wir waren so gut wie die Letzten. Auch freundliches urgieren bei den Uniformierten rund um die Polizeisperren half nix – also einreihen hinter ca. 100000 anderen. Schlussendlich waren wir dann doch eher mittendrin – hinter uns waren nämlich doch auch noch 100000 andere. Mitten im Häuserblock, dachten wir zuerst – das wird nix mit Feuerwerk schaun – war aber dann doch gar nicht so schlecht. Bessere Sicht = 2 Stunden früher da sein – das lohnt doch nicht.

Schlussendlich ein sehr imposantes Feuerwerk - das Beste das ich bisher live gesehen hab (wobei mein Erfahrungsschatz diesbezüglich nicht sehr reichhaltig ist) – das Finale war beeindruckend.

Schließlich noch mein Respekt an die MTR Corporation – die knappe halbe Million Menschen, die sich versammelt hatten, wurde doch recht zügig wieder weggekarrt. Aber es lässt sich wohl kaum vergleichen mit europäischen Verhältnissen. Hier marschiert die Menge ganz einfach friedlich weg, wartet geduldig vor der U-Bahn oder schlendert in die nächste Bar/das nächste Restaurant. Keine Toten, kaum Verletzte, wenig Alkoholleichen, Schlägereien wärn mir auch eher nicht aufgefallen – alles in allem in etwa so brutal wie ein sonntäglicher Kirchenbesuch – die asiatische Mentalität ist da wohl etwas friedfertiger.

Um euch an meinen Eindrücken teilhaben zu lassen, hier ein kleines, mal eben zusammengestöpseltes Video. Für die etwas wackelige Kameraführung muss ich entschuldigen – die besten 3 Minuten warn just die letzten – genau dann wo mir nach 15 Minuten filmen schon fast der Arm abfiel. Ab 1:10 ca. wirds etwas spektakulärer.

Zum Inhalt:
Thema war diesmal natürlich das beginnende Jahr der Ratte, musikalisch untermalt durch verschiedene chinesische und klassische Musikstücke (die ich dreist einfach mal ersetzt hab – bzw. die wir ohnehin nicht gehört haben) – außerdem die in genau 6 Monaten beginnenden Olympischen Spiele in Beijing – nicht nur in Mainland China auch hier in HK ein ganz großes Ding.

Musik: Jose Gonzalez – Heartbeats