Auch wenn Amerika nicht das Top-Thema sein sollte – mir ist grad danach und ich schreib ein bissl über sie. Es handelt sich hier nur eine kleine Stichprobe von vllt. 100-150 Amis, trotzdem möchte ich ein paar Zeilen über sie schreiben.
Begrüßung – ein sehr wichtiges Thema, auf das ich gleich zu Beginn eingehen möchte. Eine Begrüßung besteht üblicherweise aus einer der folgenden Phrasen: ‘Hey, how ya doin’ man’, ‘Hey, how is it goin’ man’ oder schlicht ‘Wassup, man’ – dabei sei zu beachten, dass auch andere Wortstellungen möglich sind – das kann beispielsweise so aussehen: ‘Hey man, how ya down’ oder ‘Hey man, wassup?’. Zu beachten dabei ist, dass es sich um keine Frage im eigentlichen Sinne handelt – was bedeutet, dass keine Antwort erwartet wird. Ich selbst habe oft den Fehler gemacht die Frage ‘hey man, how ya doin’?’ mit ‘Thanks, I’m fine’ oder ‘I’m going out tonight’ zu beantworten. Ein fataler Fehler, der meist mit einem ignoranten Nicken bestraft wird – es handelt sich nämlich nicht um eine Aufforderung zum Smalltalk sondern schlicht um ein ‘Servus’, das man mit selbigem beantwortet: ‘Hey man, how is it goin’ bietet sich dabei an.
America votes: Ein spezielles Thema, das ich angesichts der aktuellen Vorwahlen in den USA einmal aufgreifen möchte. Ich fühle mich nämlich 4 Jahre zurückversetzt – kurz bevor Bush zum 2. Mal gewählt wurde. Was sich in Europa kaum jemand vorstellen konnte und so gut wie jeder eher einen Baumstumpf als Bush gewählt hätte, war das in den USA kaum eine Überraschung. So ist es auch diesmal, wo wir europäischen Studenten nur gespannt darauf warten, welcher Demokratische Kandidat ins weiße Haus einzieht (der erzkonservative, steinalte, kriegsverherrlichende Greis McCain kommt meist nur am Rande vor – wer wählt den schon…) , sieht das bei den Amerikanern hier ganz anders aus. Obama? Zu unerfahrn – außerdem wählen den eh nur Schwarze und Hippies. Clinton? Die Stimmer nervt – und ihr Mann hat sie voll verarscht mit Lewinksy. McCain? Der ist ganz ok, zwar halbwegs alt – aber immerhin bekämpft er die Terroristen (sie werden uns alle töten!!!). Ohne ein Pauschalurteil geben zu wollen, kann ich mir sehr gut vorstelln, dass es der Republikaner einmal mehr schafft – ganz egal wie stark der Hype unter den Demokraten derzeit ist.
Attitude to alcohol: Wie viele wissen, ist es in den USA nicht erlaubt Alkohol unter 21 Jahren zu kaufen oder zu konsumieren – daher ist es naheliegend, dass die meisten Amerikaner hier noch nie Alkhol getrunken haben. Ok, stimmt nicht – Amis saufen genauso viel wie der Durchschnittsösterreicher – also sagen wir, eine ganze Menge. Der entscheidende Unterschied – die Leber. Während die Leber des 21jährigen Durchschnittseuropäers bereits dem Zerfall nahe ist, ist sie bei einem gleichaltrigen Amerikaner noch relativ frisch (sie hat meist erst 4-5 Jahre Alkoholkonsum auf dem Buckel…). Von den (in den USA wohl sehr beliebten) Saufspielchen wie Beerpong sind wir hier dennoch vorerst verschont geblieben.
Natürlich könnte ich das gleiche auch über Chinesen schreiben – das wäre aber eher kurz ausgefallen. Begrüßung? Nicken und sich (mir noch unverständliche) Sätze sagen. Alkohol? Kommt eigentlich kaum bis gar nicht vor. China votes? Ich glaub hier ist der Kommentar überflüssig…
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