Hong Kong Sevens

31 03 2008

Hier in Hong Kong ging gestern das sportliche Highlight des Jahres zu Ende – the Hong Kong Sevens. Sportart? Rugby. Und war nicht die 15 Leute auf jeder Seite + 40 Minuten pro Halbzeit Edition sondern die Sprint Variante: 7 Spieler pro Team, 7 Minuten pro Halbzeit – Sevens halt. Für einen wie mich (bisher nicht mal ein Rugby Spiel gesehen) war die Sache sehr amüsant. Ein Spiel ist kurz und knackig, es wird nicht langweilig – und an so einem Nachmittag kann man sich schon mal an die 10 Spiele anschaun.

Aber nicht wegen den Spielen sondern wegen den Leuten ist dieses Wochenende etwas ganz besonderes. Rugby Fans aus aller Welt (vor allem aber aus England) erfreuen an diesem Wochenende Hong Kong mit ihrer Präsenz. Verkleidet und meist besoffen irren sie am Abend durch Lan Kwai Fong (Fortgehviertel), rülpsen, machen blöde Bemerkungen, sind aber sonst ganz lustig (blöderweise hab ich beim Fortgehn die Kamera nie dabei).

Für mich war der Besuch im mit 40000 Zuschauern fast voll besetzten Hong Kong Stadium am Freitag (freier Eintritt für Studenten) auf jeden Fall ein Erlebnis. Selbst die Welt des Rugby ist kein Buch mit sieben Siegeln mehr – viel eher ein Buch mit einem halben Siegel – viel mehr als Ball nehmen und ans andere Ende vom Stadion laufen bzw. den Gegner an selbigem (mit brutalen Tackles) hindern ist es letztendlich nicht.

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England vs. New Zealand





Welcome to paradise

27 03 2008

Der erwähnte Trip nach Thailand (Koh Phangan) zu wunderschönen Stränden und nebenbei zur legendären Full Moon Party darf nicht undokumentiert bleiben. Diesmal mit Bildern – und weils bei den andern posts so wenige warn, gibts diesmal gleich ein paar mehr.

Von den 6 Tagen in Thailand waren wir 5 Tage auf Koh Phagnan – zum einen zum Strand liegen, Sonnenbrand kriegen und ins Meer gehen, auch zur Full Moon Party. Full Moon Party? Wahrscheinlich eines der geilsten Strandevents überhaupt. 10000 Leute am Strand, Party, Saufen, andere Sachen…

Eigentlich gibts gar nicht viel zu erzählen. 34 Grad, ein paar Tage Sonnenschein – klasse Leute (ca. 20000 Schweden auf der Insel) – und irgendwie auch viele Ladyboys – da heißts dann aufpassen. Das wars auch schon – ich denke die Bilder sprechen für sich.

Sonnenuntergang auf Samui

Samui Sunset

Sunset Beach

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Firefighters

Full Moon Party – its hot

The beautiful sea

beautiful sea view

Dieser kleine Mann wollte unbedingt, dass ich ein Foto von ihm mach. Er hat dann von mir auch welche machen wollen – aber er hat immer den Finger auf die Linse gelegt – jetzt sieht man auf den Fotos nix :D

thai junge





Halbzeit

18 03 2008

Die Zeit vergeht doch schneller als gehofft – und so muss ich leider die offizielle Halbzeit ankündigen. Die gute Sache dabei: Wir haben Ferien, genauer gesagt Springbreak. Nach 3 ordentlich schweren Midterm Exams haben wir uns diese Pause auch verdient – und deshalb gehts für 7 Tage nach Thailand. Ko Phangan, damit die Bräune (und der Alkoholspiegel) wieder passt und dann noch 2 Tage Bangkok, um ein paar Häkchen auf der Sightseeing Liste abhaken zu können.

Heute Mitternacht gehts los, mangels Internet (bzw. Laptop) auf der Insel wird man wohl demnächst nix von mir hören.

Schöne Grüße aus dem sonnigen HK bei 26 Grad -  bald schöne Grüße aus dem sonnigeren Thailand bei 34 Grad.





Tibet crisis

17 03 2008

Die Nachrichten machen die Runde – kleine tibetanische Demonstrationen werden von der chinesischen Polizei/Armee brutal niedergeschlagen. Nachrichten oder genaue Angaben sind kaum verfügbar – Tibet ist von der Außenwelt quasi abgeschnitten.

Soweit zum Stand der Dinge – für mich umso enttäuschender, dass diese Sache meine Hoffnungen in China pulverisiert haben. Irgendwo sah ich doch einen kleinen Fortschritt – Zensur? geht zurück. Menschenrechtsverletzungen? Werden entweder besser vertuscht oder werden doch rarer. Tibet? Nun ja – hier die Enttäuschung. Der Jahrestag der versuchten Revolution vor 49 Jahren wird von den Tibetanern immer wieder zum Anlass genommen, die eigene Unabhängigkeit (oder zumindest ein Stück weit Autonomie von Peking) einzufordern. Die chinesische Regierung greift aber immer noch zu altbewährten Mitteln, nämlich die Demonstrationen mit militärischer Brutalität und Übermacht zu zerschlagen, politisch unangenehme zu verhaften und zu foltern und die ganze Geschichte in China auch noch propagandamäßig auszuschlachten, indem der Dalai Lama angeschwärzt wird.

Man muss jetzt nicht annehmen, dass meine Informationen umfangreicher sind als die jedes europäischen Nachrichtensehers – dennoch ist die Sache hier noch etwas präsenter als anderswo. Immerhin kommen die meisten Nachrichten und Informationen von Nachrichtensendern in Hong Kong (zb eines der wenigen Videos aus Lhasa: http://edition.cnn.com/2008/WORLD/asiapcf/03/16/tibet.unrest/index.html#cnnSTCVideo).

Kurz gesagt – auch wenn China sich nach außen derzeit als sehr sympathisch darstellen will – vor allem was Themen wie Umweltschutz oder natürlich die omnipräsenten olympischen Spiele angeht – innenpolitisch ist und bleibt Peking wohl noch lange ein brutaler und propagandagetriebener Moloch, der jegliche Vorwürfe von außen und innen eiskalt abschmettert. Anstatt die bescheidenen Forderungen der Tibetaner und des Dalai Lama einzugehen oder sie überhaupt zur Debatte zu stellen (diese Foderungen sind schon lange nicht mehr die Unabhängigkeit Tibets sondern nur eine Gleichbehandlung der Tibetaner mit den Chinesen im eigenen Heimatland Tibet) wird der Dalai Lama einfach dämonisiert und für Propagandazwecke missbraucht.

Ich hoffe nur, dass die Krise bald beendet wird und möglichst wenige Opfer zu beklagen sind.

Einer, der grad nicht sehr stolz ist, in China zu sein.





Wertanlage: Euro

11 03 2008

Achtung! Es folgt ein kleiner (wirklich nur kurzer) Business Ausflug – alle dies gar net interessiert, müssen nicht weiterlesen.

Ich möchte nämlich nur kurz über meine erfolgreiche Wertanlage in diesem Jahr berichten – meine Ersparnisse in Euro. Auf den Aktienmärkten gehts rund, Banken schreiben Verluste in Milliardenhöhe – nicht so mein Bankkonto. Gerade erst wieder gelesen: Euro schließt auf Rekordhoch – für einen Euro gibts 1,55 Dollar. Heißt für mich – seit ich hier bin, zahl ich fast 10% weniger für die gleichen Hong Kong Dollar (direkt an den US-Dollar gekoppelt) die ich abheb – gut was? :D

Zur näheren Information hier die neueste BACA Aussendung zum ‘Urlaubseuro’: http://www.ba-ca.com/de/21004.html

Aber auch sonst spürt man in Asien, dass der Euro im Aufwind ist. Vorbei die Zeiten, da asiatische Kinder um eine US Dollar Note betteln – nein, Euro-Münzen sind die begehrten Souveniers (richtiges Geld nämlich). Selbst bis in den Dschungel von Kambodscha ist die Beliebtheit gewachsen – laut den Erzählungen von ein paar andern Austauschstudenten hie, nehmen korrupte Grenzpolizisten dort mittlerweile liebend gern Euro an – für einen Schein extra, nehmen sie einem sogar die Kalaschnikov aus dem Gesicht. Da lacht einem das Herz als Europäer…

Die Schattenseite? Geld doesn’t matter – irgendwie denkt man aufgrund dieser Wechselkurssache, dass eh alles ziemlich billig ist (was es aber nicht ist) – vor allem nicht in den diversen vielen Clubs in HK. Für Amis muss es schon fast unerschwinglich sein, für mich sind 6-8 Euro pro Bier nur ganz knapp über der Schmerzgrenze…





Schnitzel vs. Dim Sum

10 03 2008

Mit einer kleinen Metapher möchte ich meinen heutigen Tag beschließen. Wer meine Worte ganz ernst nimmt, kann sie so nehmen wie sie hier stehen – wer etwas Phantasie hat, darf sie auch interpretieren (und sie auf das Thema Frauen auslegen).

Das Ganze soll sich um das Thema Essen drehen – hier in Asien ist das Essen anders – die Zubereitung, die Gewürze, der Geschmack und sogar die Technik, mit der man es verspeist. Als traditionell fleischessender Österreicher mag ich mein Schnitzel – Schnitzel kann man oft essen, man kann eigentlich nie etwas falsch machen mit Schnitzel. Mal isst man sein Schnitzel mit Pommes, mal mit Kartoffeln oder doch wieder mit Reis. Da aber die wenigsten sich ausschließlich von Schnitzel ernähren wollen, variieren viele bei ihrer Ernährung. Mal eine Pizza oder Spaghetti beim Italiener, ein Kebab beim Kebabstand nebenan oder doch sogar das eine oder andere Mal ins Chinarestaurant.

Wer ins China Restaurant geht, möchte sich meist etwas chinesisches bestellen – eventuell 8 Schätze, Dim Sum oder die obligatorischen Frühlingsrollen? Natürlich, schließlich möchte man etwas ausprobieren; auch wenn das Ergebnis nicht wie erwartet ist, ein Schnitzel vielleicht doch etwas leckerer gewesen wäre, so erfährt man doch zumindest eine Erweiterung seines kulinarischen Horizonts. Wer sein Leben lang Schnitzel isst, nichts ausprobiert, der weiß gar nicht was er an seinem Schnitzel hat.

Meine persönliche Meinung dazu – wer nach Asien geht an dann doch wiederum nur nach Deutschen oder Österreicherinnen Ausschau hält, kommt etwa dem gleich, der im Chinarestaurant sein Schnitzel bestellt.

Um es mit den Worten eines berühmten Deutschen Philosophen und Youtube Video Darstellers zu beschließen:

“Der Mann braucht Abwechslung!”
V. Toni, 2007

PS: Natürlich braucht hier gar nix für voll genommen zu werden – ein paar persönliche Gedanken werden doch wohl noch erlaubt sein ;)





Guide: Americans

5 03 2008

Auch wenn Amerika nicht das Top-Thema sein sollte – mir ist grad danach und ich schreib ein bissl über sie. Es handelt sich hier nur eine kleine Stichprobe von vllt. 100-150 Amis, trotzdem möchte ich ein paar Zeilen über sie schreiben.

Begrüßung – ein sehr wichtiges Thema, auf das ich gleich zu Beginn eingehen möchte. Eine Begrüßung besteht üblicherweise aus einer der folgenden Phrasen: ‘Hey, how ya doin’ man’, ‘Hey, how is it goin’ man’ oder schlicht ‘Wassup, man’ – dabei sei zu beachten, dass auch andere Wortstellungen möglich sind – das kann beispielsweise so aussehen: ‘Hey man, how ya down’ oder ‘Hey man, wassup?’. Zu beachten dabei ist, dass es sich um keine Frage im eigentlichen Sinne handelt – was bedeutet, dass keine Antwort erwartet wird. Ich selbst habe oft den Fehler gemacht die Frage ‘hey man, how ya doin’?’ mit ‘Thanks, I’m fine’ oder ‘I’m going out tonight’ zu beantworten. Ein fataler Fehler, der meist mit einem ignoranten Nicken bestraft wird – es handelt sich nämlich nicht um eine Aufforderung zum Smalltalk sondern schlicht um ein ‘Servus’, das man mit selbigem beantwortet: ‘Hey man, how is it goin’ bietet sich dabei an.

America votes: Ein spezielles Thema, das ich angesichts der aktuellen Vorwahlen in den USA einmal aufgreifen möchte. Ich fühle mich nämlich 4 Jahre zurückversetzt – kurz bevor Bush zum 2. Mal gewählt wurde. Was sich in Europa kaum jemand vorstellen konnte und so gut wie jeder eher einen Baumstumpf als Bush gewählt hätte, war das in den USA kaum eine Überraschung. So ist es auch diesmal, wo wir europäischen Studenten nur gespannt darauf warten, welcher Demokratische Kandidat ins weiße Haus einzieht (der erzkonservative, steinalte, kriegsverherrlichende Greis McCain kommt meist nur am Rande vor – wer wählt den schon…) , sieht das bei den Amerikanern hier ganz anders aus. Obama? Zu unerfahrn – außerdem wählen den eh nur Schwarze und Hippies. Clinton? Die Stimmer nervt – und ihr Mann hat sie voll verarscht mit Lewinksy. McCain? Der ist ganz ok, zwar halbwegs alt – aber immerhin bekämpft er die Terroristen (sie werden uns alle töten!!!). Ohne ein Pauschalurteil geben zu wollen, kann ich mir sehr gut vorstelln, dass es der Republikaner einmal mehr schafft – ganz egal wie stark der Hype unter den Demokraten derzeit ist.

Attitude to alcohol: Wie viele wissen, ist es in den USA nicht erlaubt Alkohol unter 21 Jahren zu kaufen oder zu konsumieren – daher ist es naheliegend, dass die meisten Amerikaner hier noch nie Alkhol getrunken haben. Ok, stimmt nicht – Amis saufen genauso viel wie der Durchschnittsösterreicher – also sagen wir, eine ganze Menge. Der entscheidende Unterschied – die Leber. Während die Leber des 21jährigen Durchschnittseuropäers bereits dem Zerfall nahe ist, ist sie bei einem gleichaltrigen Amerikaner noch relativ frisch (sie hat meist erst 4-5 Jahre Alkoholkonsum auf dem Buckel…). Von den (in den USA wohl sehr beliebten) Saufspielchen wie Beerpong sind wir hier dennoch vorerst verschont geblieben.

Natürlich könnte ich das gleiche auch über Chinesen schreiben – das wäre aber eher kurz ausgefallen. Begrüßung? Nicken und sich (mir noch unverständliche) Sätze sagen. Alkohol? Kommt eigentlich kaum bis gar nicht vor. China votes? Ich glaub hier ist der Kommentar überflüssig…