Diesmal in gebündelter Form eine kleine Übersicht darüber, was man so für dieses und jenes auslegt in Hong Kong. Hin und Wieder schon angestreift diesmal aber in gebündelter Form.
Vorneweg: Der Hong Kong Dollar ist mit Kurs 1:7,8 (0,02 Bandbreite) an den US Dollar gekoppelt – sprich für uns Europäer spricht schon mal der Wechselkurs. Für 1€ kriegt man derzeit etwa 11 HK$. Nebenbei ist Hong Kong ja ein eher liberales Land/Stadt/Sonderverwaltungszone – soll heißen: keine Mehrwertssteuer auf gar nix. Das zusammen gibt schonmal eine ganz nette Ersparnis gegenüber zu Hause.
Aber der Reihe nach:
Essen/Trinken: Hier spart man sich ne ganze Menge, zumindest wenn man auf der Uni bzw. in normalen chinesischen Restaurants speist. McDonalds Menü (groß) kostet, wie schon weiter unten erwähnt, knapp über 2€ – ein Drittel vom österreichischen Preis. Ähnlich siehts in chinesischen Restaurants aus – mit unter 3€ ist man mit einer warmen Mahlzeit + Getränk versorgt. Etwas anders siehts schon in europäisch orientierten Restaurants (meistens auch etwas gehobener) aus. Dort zahlt man Preise, die man mit zu Hause vergleichen kann. 7-8€ für ein Essen + Getränk blättert man hin – meist kommt die obligatorische Service Charge dazu.
Alkohol/Tabak: Darauf gibt es sogar in HK Steuern, die etwa mit denen in Österreich zu vergleichen sind. Bier im Geschäft gibts ab 50c die Halbliterflasche, für Heineken/Carlsberg ist man etwa mit 80c dabei – also vergleichbar mit zu Hause. Zigaretten gibts ab €2,20 – also etwas günstiger – allerdings herrscht fast überall Rauchverbot.
Transport/Taxi: Am Besten ist man beraten, möglichst viel mit der U-Bahn zu reisen – mit unseren Studententickets kann man mit einem Euro fast einen ganzen Tag herumfahrn (20-30c pro längerer Fahrt sind fällig). Buspreise (leider sind wir auf Busse auch angewiesen) bewegen sich um ca. 50c pro Fahrtroute (man bezahlt immer die gesamte Route, egal wie weit man fährt). Taxipreise würd ich schätzen sind etwa halb so hoch wie zu Hause – allerdings sollte man hier verhandeln – und natürlich die ‘Touristensteuer’ einrechnen – wenn Locals dabei sind, fährt man um 10€ durch die halbe Stadt. Generell ist die Infrastruktur sehr gut ausgebaut. U-Bahn fährt bis 1 Uhr Nachts, Taxis und Minibusse (sehr günstig – 16 Sitze – sehr schnell) findet man die ganze Nacht.
Elektronik: Hong Kong genießt den Ruf, für Elektronikshopper so etwas wie das Paradies zu sein. Der Ruf wird leider nicht ganz erfüllt, wenn auch die Preise 20-30€ unter den heimischen liegen. Das wird aber allein schon durch die fehlende Umsatzsteuer und den günstigen Wechselkurs verursacht. Ein Plus für HK: so eine gigantische Auswahl an Shops und an Produkten findet man wohl nirgends sonst auf der Welt.
Kleidung/Schuhe: Dass ‘made in China’ in China besonders billig ist, ist naheliegend - tatsächlich spart man hier bei Schuhen und Kleidung an die 50% – selbst in den Markenstores von Levi’s, Adidas usw. Schuhe gibts hier auch von Markenhersteller (nämlich die Originalschuhe) um 20-30€. Wer richtig billig shoppen will, ist auf den Märkten gut aufgehoben – dort gibt es gefälschtes Zeug aller Art – Jeans und T-Shirts im niedrigen einstelligen Eurobereich. Empfehlenswert ist, sich Anzüge und ähnliches schneidern zu lassen. In Mong Kok wird man zu dutzenden von Indern angesprochen, ob man nicht einen (Zitat: ‘original Armani’) Anzug zum Spottpreis maßgeschneidert haben will.
Internet/Mobile phone: Jeweils sehr bilig. Internet zusätzlich nur mit sehr hoher Bandbreite verfügbar (50 Mbit+) – dazu relativ günstig. Telefoniern im Festnetz ist generell gratis, für mobiltelefoniern zahlt man innerhalb HK 1c oder unter 1c pro Minute. Ins Ausland auch nicht mehr als 2-3 Cent pro Minute. Wer also findet, in Österreich telefoniert man schon günstig, der kennt die Preise hier noch nicht.
Ausgehn: Hier gibts eindeutig keine klare Antwort. Für Sparmeister gilt folgendes: Als Frau kann man sehr günstig, oft sogar gratis fortgehn. Für Männer ist es ein bisserl kniffliger: Am Besten in Bars mit open Bar gehen – und dort dann nach ein paar Euro Eintritt gratis trinken – alternativ in den 24/7 Stores zu trinken kaufen. Wer Geld ausgeben will, ist hier ebenso nicht fehl am Platz. Beispielsweise in der Aqua Bar in der wir gestern waren (30. Stock – großartiger Blick auf die Stadt) kann man mal so 500€+ für eine Flasche Wein/Champagner ausgeben. Wer sparen will, fährt hier aber günstiger als in Europa.
Das wars erstmal mit den ‘Übersichtsposts’ über Hong Kong im generellen.




das is mal eine nice Preiszusammensfassung.
sehr interessanter Blog
schönen gruß aus Europa
Mike und Sivi
Gnihihi, die ‘fast originalen Armani-Anzüge’ erinnern mich an meine ersten Schwarzmarkt-Erfahrungen in Warschau, wo man dann Adidas-Produkte mit 1-3 ‘d’s kaufen konnte, sowie zum Beispiel Schuhe mit ‘Nike’-Logo und ‘Mike’-Schriftzug etc…
Jedenfalls überraschend, dass Hong Kong dann vllt. gar nicht so teuer ist, wie man es sich vorstellen mag.
Viele Grüße,
MBär | Hendrik