Prices

30 01 2008

Diesmal in gebündelter Form eine kleine Übersicht darüber, was man so für dieses und jenes auslegt in Hong Kong. Hin und Wieder schon angestreift diesmal aber in gebündelter Form.

 Vorneweg: Der Hong Kong Dollar ist mit Kurs 1:7,8 (0,02 Bandbreite) an den US Dollar gekoppelt – sprich für uns Europäer spricht schon mal der Wechselkurs. Für 1€ kriegt man derzeit etwa 11 HK$. Nebenbei ist Hong Kong ja ein eher liberales Land/Stadt/Sonderverwaltungszone – soll heißen: keine Mehrwertssteuer auf gar nix. Das zusammen gibt schonmal eine ganz nette Ersparnis gegenüber zu Hause.

Aber der Reihe nach:

Essen/Trinken: Hier spart man sich ne ganze Menge, zumindest wenn man auf der Uni bzw. in normalen chinesischen Restaurants speist. McDonalds Menü (groß) kostet, wie schon weiter unten erwähnt, knapp über 2€ – ein Drittel vom österreichischen Preis. Ähnlich siehts in chinesischen Restaurants aus – mit unter 3€ ist man mit einer warmen Mahlzeit + Getränk versorgt. Etwas anders siehts schon in europäisch orientierten Restaurants (meistens auch etwas gehobener) aus.  Dort zahlt man Preise, die man mit zu Hause vergleichen kann. 7-8€ für ein Essen + Getränk blättert man hin – meist kommt die obligatorische Service Charge dazu.

Alkohol/Tabak: Darauf gibt es sogar in HK Steuern, die etwa mit denen in Österreich zu vergleichen sind. Bier im Geschäft gibts ab 50c die Halbliterflasche, für Heineken/Carlsberg ist man etwa mit 80c dabei – also vergleichbar mit zu Hause. Zigaretten gibts ab €2,20 – also etwas günstiger – allerdings herrscht fast überall Rauchverbot.

Transport/Taxi: Am Besten ist man beraten, möglichst viel mit der U-Bahn zu reisen – mit unseren Studententickets kann man mit einem Euro fast einen ganzen Tag herumfahrn (20-30c pro längerer Fahrt sind fällig). Buspreise (leider sind wir auf Busse auch angewiesen) bewegen sich um ca. 50c pro Fahrtroute (man bezahlt immer die gesamte Route, egal wie weit man fährt). Taxipreise würd ich schätzen sind etwa halb so hoch wie zu Hause – allerdings sollte man hier verhandeln – und natürlich die ‘Touristensteuer’ einrechnen – wenn Locals dabei sind, fährt man um 10€ durch die halbe Stadt. Generell ist die Infrastruktur sehr gut ausgebaut. U-Bahn fährt bis 1 Uhr Nachts, Taxis und Minibusse (sehr günstig – 16 Sitze – sehr schnell) findet man die ganze Nacht.

Elektronik: Hong Kong genießt den Ruf, für Elektronikshopper so etwas wie das Paradies zu sein. Der Ruf wird leider nicht ganz erfüllt, wenn auch die Preise 20-30€ unter den heimischen liegen. Das wird aber allein schon durch die fehlende Umsatzsteuer und den günstigen Wechselkurs verursacht. Ein Plus für HK: so eine gigantische Auswahl an Shops und an Produkten findet man wohl nirgends sonst auf der Welt.

Kleidung/Schuhe: Dass ‘made in China’ in China besonders billig ist, ist naheliegend -  tatsächlich spart man hier bei Schuhen und Kleidung an die 50% – selbst in den Markenstores von Levi’s, Adidas usw. Schuhe gibts hier auch von Markenhersteller (nämlich die Originalschuhe) um 20-30€. Wer richtig billig shoppen will, ist auf den Märkten gut aufgehoben – dort gibt es gefälschtes Zeug aller Art – Jeans und T-Shirts im niedrigen einstelligen Eurobereich. Empfehlenswert ist, sich Anzüge und ähnliches schneidern zu lassen. In Mong Kok wird man zu dutzenden von Indern angesprochen, ob man nicht einen (Zitat: ‘original Armani’) Anzug zum Spottpreis maßgeschneidert haben will.

Internet/Mobile phone: Jeweils sehr bilig. Internet zusätzlich nur mit sehr hoher Bandbreite verfügbar (50 Mbit+) – dazu relativ günstig. Telefoniern im Festnetz ist generell gratis, für mobiltelefoniern zahlt man innerhalb HK 1c oder unter 1c pro Minute. Ins Ausland auch nicht mehr als 2-3 Cent pro Minute. Wer also findet, in Österreich telefoniert man schon günstig, der kennt die Preise hier noch nicht.

Ausgehn: Hier gibts eindeutig keine klare Antwort. Für Sparmeister gilt folgendes: Als Frau kann man sehr günstig, oft sogar gratis fortgehn. Für Männer ist es ein bisserl kniffliger: Am Besten in Bars mit open Bar gehen – und dort dann nach ein paar Euro Eintritt gratis trinken – alternativ in den 24/7 Stores zu trinken kaufen. Wer Geld ausgeben will, ist hier ebenso nicht fehl am Platz. Beispielsweise in der Aqua Bar in der wir gestern waren (30. Stock – großartiger Blick auf die Stadt) kann man mal so  500€+ für eine Flasche Wein/Champagner ausgeben.  Wer sparen will, fährt hier aber günstiger als in Europa.

Das wars erstmal mit den ‘Übersichtsposts’ über Hong Kong im generellen.





Good to Knows I

28 01 2008

Wenn sich schon nix tut, mal ein eher etwas ‘allgemeiner’ Post an Dingen, die einem in Hong Kong so auffallen, bzw. die man beachten sollte. Es ist sicher nicht der letzte ‘Good to Knows’ post – deshalb hier ‘I’ angehängt.

Touristensteuer:  Als Tourist (bzw. generell als Nicht-Asiate) wird man einerseits in Restaurants teilweise etwas besser behandelt (was mir zumindest auffällt), allerdings hat mans auf den unzähligen Märkten nicht leicht, die Preise runter zu bringen (und da sind zumindest 50% Preisnachlass drinnen). Gegenüber uns heißt es meist ‘fixed Preis’ – kein verhandlen möglich. Sicherlich trägt die eher europäische Optik dazu – denn das führt zur Annahme, dass wir doch etwas mehr Kohle auszugeben haben. Eventuell ist es auch der Mangel an Sprachkenntnissen, der es etwas schwieriger macht (auf den großen Märkten mit hunderten kleiner Standln sprechen die Standlbesitzer kaum Englisch). Also wirds für mich wohl Zeit einen Sprachkurs ‘kantonesisch Feilschen für Anfänger’ zu belegen.

Service Charge: Auch wenns in HK keine Steuern auf Güter gibt, ist es in Restaurants üblich, dass auf den Essenspreis noch mal 10-15% Service Charge gepackt werden. Ist nicht nur in HK üblich, in Österreich jedenfalls zahlt man das was auf der Karte steht.

Verbotsschilder: Nicht nur bei uns auf der Uni üblich – in der ganzen Stadt klebt hier ein Verbotsschild mit ‘don’t smoke’, da ein Verbotsschild mit ‘don’t spit on the floor’, hier ein Hinweisschild mit ’safe water’, da eins mit ’safe toilet paper’. Überhaupt ist vieles verboten und überhaupt alles wird mit einer HK$ 5000 Höchststrafe belangt. So schlimm find ich das allerdings nicht – immerhin findet man sich schnell zurecht – was ist erlaubt, was nicht. Und das ist wohl der Grund, dass Hong Kong eine sehr saubere Stadt ist – die MTR (U-Bahn) selbst soll die sauberste der Welt sein (im Vergleich zur Wiener U-Bahn sieht sie tatsächlich wie ein Waschmittelwunderland aus).

Grippemasken: Eigentlich eher ein Klischee, dass in Hong Kong viele Leute mit Grippeschutzmasken aus Angst vor SARS rumlaufen. Es sind eher ziemlich wenige die selbiges tun, trotzdem sieht man sie immer wieder – die paranoiden Angstchinesen, die mit Grippeschutzmasken durch die Stadt laufen – auch wenn der SARS Hype vorüber ist, prägt es immer noch viele Menschen hier.

No Shake Hands: Wissen die Meisten wohl eh schon – hier in Asien ist Händeschütteln oder gar Wangenküssen zur Begrüßung nicht gerade der Weg mit dem man sich beliebt macht. Die chinesischen Studenten lassen die Prozedur zwar meist tapfer über sich ergehen, aber man merkt, dass es ihnen sichtlich unangenehm ist. Zur Begrüßung: am Besten winken und verbeugen – zum Abschied: verbeugen und die Zahl der ‘Thank You’ des Gegenübers zumindest annähernd zu erreichen (deren Zahl an ‘Thank Yous’ zu übertreffen ist nämlich nahezu unmöglich). Soll heißen – alle sind sehr freundlich hier – wenn ich meist schüchtern – Körperkontakt beim Grüßen ist allerdings zu vermeiden.





Welcome Stefan

28 01 2008

Endlich gibts mal wieder was zu berichten. Und zwar die (ordentlich verspätete) Ankunft von Losis Roommate Stefan (auch FH Steyr). Um ihm die Show zu stehlen, umreiß ich nur mal kurz die Umstände seiner verspäteten Ankunft.
Generell: Probleme mit Visum – wie auch bei uns haben die Penner in Wien es nicht auf die Reihe gekriegt das Visum ordentlich zu bearbeiten. Also lag der Antrag 4 Wochen ungelesen in Wien rum – kurzum – aufwändiges über Hong Kong Visum organisieren. Flug nach London dürft noch ganz ok gewesen sein – bis auf die Verspätung, was zum Verpassen des nächsten Fluges führte. 10 Uhr Abends am Flughafen Heathrow = viel Geld für schäbiges Hotel ausgeben. Die Ankunft 36 Stunden später (müde, ungeduscht etc.) in HK versprach nicht besser zu werden. Keiner wusste, dass er zu der Zeit ankam – also allein durch die Stadt schlagen. Der nette ‘Taxifahrer’ zur Uni dürft noch nen netten Touristenaufschlag auf die Rechnung gelegt haben (ca. 100% extra) – ein toller Empfang.

Aber – at least you are here. Immerhin ist das Zimmer warm und es sind ein paar Leute da, die dir HK zeigen können.

Welcome to Hong Kong.





Alltag

26 01 2008

Langsam stellt sich bei uns so etwas wie Routine ein. Man weiß wo man Essen kriegt, wie man Wäsche wäscht, wo man ausgehn kann. Zwischen 12 und 14 Uhr mit hangover (Kater) aufwachen, sich zwingen irgendwohin essen zu gehen, dann meistens shoppen, manchmal sogar Sport machen und dann nachm Abendessen einfach mal wieder ausgehn und dann um 6 Uhr früh nach Hause kommen.

Mittlerweile haben wir uns auch soweit auf HK eingestellt, dass wir nicht mehr als reine Touristen durchgehn (und deshalb langsam auch moderate Preise zahlen – nicht mehr die überhöhten Touristenpreise). Gestern war 12€ Eintritt + open Bar im Club 9 angesagt – die Drinks dort sind groß, gut und wir haben in der halben Stunde, in denen die Open Bar noch open war, genug für den ganzen Abend getrunken… Dann wieder LKF durchpendeln, ein paar Bars und Clubs aufsuchen. Dann mit 12 € Taxi – dh 4€ für jeden von uns (früher haben die uns immer 20 abgeknöpft) nach Hause. Also insgesamt langsam einiges billiger als am Anfang – mich hats glatte 18€ gekostet (Sparflamme und trotzdem ‘gscheid fett gwesen’) – verglichen mit den 80 noch eine Woche vorher wirds langsam – man muss nur wissen wo man hingeht.

Das heißt aber auch, dass unser Schlafrhytmus in etwa dem Mitteleuropäischen angepasst ist – kein Jetlag für uns. (6 Uhr früh hier ist 23 Uhr zu Hause – gute Zeit zum schlafen gehn). Solang man hin und wieder noch bissl Sport macht, geht das aber einigermaßen. Lang gehts ohnehin nicht mehr so dahin, in 5 Tagen startet die Uni bzw. jede Menge Sachen an denen wir teilnehmen müssen. Danach ist aber gleich wieder das Neujahrsfest = 5 Tage frei für uns – da lässt sich evtl. ein kleiner Urlaub einschieben.





Austria – Ohh, are there many Kangaroos?

24 01 2008

Nächstes Klischee mit dem man aufräumen muss. Um die ungebildeten, arroganten Amerikaner zu verteidigen – mich hat noch keiner gefragt ob ich Kängurus zu Hause hab, oft in den Outback geh oder wie das Surfen so ist in meiner Heimat. Eigentlich verliefen sogar gar nicht so wenige Small Talks eher so: ‘So where do you come from?’ – ‘I am from Austria.’ – ‘Oh Austria, dann sprichst du also Deutsch?’. Sprich: Fast jeder zweite Exchange Student hier spricht relativ gut deutsch, also sind wir Österreicher oft genug gezwungen, unser angestaubtes Hochdeutsch auszupacken…

Going out on Wednesday
Gestern gings erstmal ins ‘Skitz’, eine beliebte Bar bei Exchange Students. Dort trifft man Leute aus allen HK Unis, nebenbei auch die FH Steyr Leute an der City U (unglaublich, dass man in einer 7 Millionen Stadt einfach mal wen zufällig trifft). Mittwoch dort heißt: Ladies Night – Frauen haben gratis Eintritt und gratis Trinken. Männer zahlen natürlich (für 18 Euro Eintritt sind dann alle Getränke gratis – auch nicht so schlecht). Gleichberechtigung – schön wärs. In HK kann man sich als Frau ziemlich so einrichten, dass man fürs Ausgehn so gut wie kein Geld braucht – aber so kriegen die Clubs zumindest eine gute M/W Mischung zusammen, so dass die Stimmung passt.

Da war ja noch…
Die Sportschuhstraße. Nachdem wir letztens schon in Mong Kok die Badeinrichtungsstraße durchforstet haben, war diesmal wohl die Sportschuhstraße dran. Locker über 200 Shops, in denen es überall Sportschuhe gibt – insgesamt ist die Auswahl dann aber auch wieder nicht so groß – ein guter Teil des Sortiments ist eh überall deckungsgleich. Trotzdem ein Spaß da mal durchzuschlendern.





In China essen sie Hunde

23 01 2008

Sagt man so landläufig in good old Austria. In Hong Kong nicht – eigentlich ist Hunde essen in Hong Kong verboten, genauso ist es verboten sie zu braten, grillen, dünsten oder roh zu verzehren. Also ist die Esskultur eh ca. dort was wir Europäer darunter verstehen. Das ist, was uns unsere Hong Kong natives (mit denen wir heute etwas Mega Sightseeing betrieben haben) dazu erklärt haben. Um uns das zu beweisen gings in ein traditionelles chinesisches Teehaus – richtiges chinesisches Essen stand auf dem Programm. Zu deutsch: dampfgegartes Fleisch, dampfgegartes Gemüse, überhaupt alles essbare einfach dampfgegart und dann in glibbrige Reistaschen einwickeln. Da ist jeder Bissen eine Überraschung. Der erste Bissen: oh, schmeckt glibbrig. Der zweite Bissen: das soll Schweinefleisch sein? Der dritte Bissen: warum ist da ein Knochen drin? Dann: Essen runterwürgen, freundlich grinsen und den Einheimischen erklären, dass das Essen ‘quite good, but not my favorite’ ist. Meine Meinung dazu – traditionelles chinesisches Essen eher vermeiden – Fleisch ist doch nicht zum dünsten da – das gehört gegrillt oder in Fett gebacken.

Vollkommen konträr dazu: traditionelles japanisches Essen. Hier wird Fleisch endlich einmal richtig gut zubereitet – kauen statt lutschen (wie im chinesischen Restaurant) war diesmal angesagt. Dazu japanisches Bier (das Beste, das ich bisher in HK probiert hab – schmeckt wie Stiegl), der Hunger war gestillt und der Tag gerettet – vor allem das Sushi zum Abschluss hat noch ein Extraplus verdient. Empfehlung: Japanisches Essen probieren (war zwar relativ teuer), chinesisches Essen ist in Österreich besser als in China.

Ansonsten: 13h Mega Sightseeing quer durch Hong Kong. Mong Kok traditionelle chinesische Märkte anschauen (Ladies Market heißt hier einer – meiner Meinung nach eine treffende Bezeichnung für einen riesigen Markt, wo ausschließlich Schuhe, Handtaschen und Schmuck angeboten werden). Finance Destrict die hohen Gebäude anschauen (übrigens ist hier die Dichte an deutschen Luxuskarren höher als auf der Münchner Stadtautobahn). Dann gings auf den Victoria Peak (der 2höchste ‘Berg’ Hong Kongs – eigentlich ist es ein 500m hoher Hügel) – von da hat man nen Wahnsinns Ausblick über die Stadt – für uns wars leider etwas zu neblig an dem Tag. Für richtig gute Fotos ist wohl ein zweiter Ausflug geplant.

Übrigens: wer Kohle übrig hat und shoppen will, dem kann ich Hong Kong nur ans Herz legen. Hier gibt es mehr Luxusläden als in der New Yorker 5th Avenue, es gibt mehr Auswahl als im Londoner Harrods und man kann vermutlich annährend so viel Geld ausgeben wie in Dubai.





Bilder

23 01 2008

Nach dem Megasightseeing Event sind nun auch die ersten Fotos da.

Link: http://www.flickr.com/photos/21932022@N02/

Viel Spaß dabei.





Es wird voller

22 01 2008

Langsam füllt sich der Campus hier – und zwar vor allem mit Exchange Students. Die Studenten aus HK und auch aus Mainland China werden meist erst später kommen, weil sie ihre Kurse eh alle online buchen und nicht 2 Wochen vor Unibeginn hier sein müssen (dürfen?). Schlecht für sie, gut für uns – derzeit ist hier traumhaftes Wetter – 23° bei Sonnenschein – und auch wenns etwas windig ist ein fabelhaftes Wetter um irgendwelche outdoor activities zu planen. Aber das ist nicht der Grund warum derzeit die Tage einfach nur extrem interessant sind – man läuft dauernd in andere Exchange Students rein – alle genauso verplant und beeindruckt von der Uni – man wechselt ein paar Worte, findet es total interessant, dass es in Kanada grad 12 Stunden früher ist – überhaupt findet man alle Banalitäten interessant, die jegliche Länder zu bieten haben. Schlussendlich verabredet man sich mit verschiedensten Leuten auf ein paar Bier (THE official exchange student language is beer) und quatscht einfach stundenlang über Banalitäten. Ehrlich gesagt hab ich hier wahrscheinlich schon mehr über Kanadier, Franzosen, Schweden, Amerikaner usw. gelernt als während meines bescheidenen 20jährigen Aufenthalts zu Hause.

Ach ja, da war ja noch Chinesisch – da sprech ich nach wie vor kein Wort von. Grund: Chinesen in Asien sind wie Chinesen überall – sie hängen miteinander rum, meiden Europäer wenns geht und reden überhaupt kaum ein Wort mit nem Expat. Die meisten haben fast Angst vor Europäern und drehn sich gleich weg, sobald einer den Lift betritt. Dafür kann ich mittlerweile in 7 europäischen Sprachen mit Bier anstoßen (und täglich werden es mehr).

Da war ja noch der Strand – damit is hier zwar eher Fehlanzeige – dachten wir, bis uns ein ‘nahegelegener’ kleiner Sandstrand empfohlen wurde. Dort kamen wir auch an – nach 30-40 Minuten Fußmarsch, ca. 2000 Stufen (die mitten in den Wald gemeißelt sind) runter, gelangten wir an. Müll liegt überall rum, der Strand ist keine 100m breit und zum Baden sahs nicht wirklich einladend aus. Das war ziemlich der dreckigste Platz, der uns in HK bisher unter gekommen ist. Nichtsdestotrotz – einige Erkenntnisse resultieren daraus trotzdem: Zum Schwimmen gibts ein Hallenbad, für Strand muss man eher weiter fahren und natürlich – wer 2000 Stufen runter geht, muss die 2000 auch wieder raufgehn…





I am Legend

21 01 2008

So fühlt man sich, wenn man durch die Straßen von Mong Kok wandert. Als (offensichtlich zu jeder Zeit unpassend angezogener) Europäer wird man angestarrt, es wird über einen getuschelt, man wird noch mehr angestarrt – man fühlt sich als eine Mischung als Popstar und Attraktion aus dem Affenhaus. Asiaten haben Angst vor Europäern – oder es ist ihnen zumindest peinlich mit Europäern zu reden (mit ihrem Asiatenenglisch).

Ja das war der Tag am ersten sonnigen Tag hier in HK (24° C Außentemperatur, strahlender Sonnenschein) – wir waren mal in einem wahrscheinlich durchschnittlichen 5 stöckigen Shopping Center mit ca. 200 Shops – also für österreichischen Standards SSC – hier eher Durchschnitt. Das Zeug hier ist doch nicht so günstig wie gedacht, aber doch 20-30% günstiger als zu Hause – das gilt jetzt für normale Shopping Centers – nicht für Billigmärkte (die es teilweise auch in HK, aber vor allem im Grenzgebiet zu China gibt). Unser europäisches Auftreten fällt in Mong Kok – ein typisch einheimisches Einkaufsviertel – kommt wie gesagt dem einer laufenden Elefantenhorde gleich. Und das ist was von unserem ersten richtigen ‘Einkaufserlebnis’ hängen bleibt.

Heute war jedenfalls die Digicam fällig, die ich brauch um die Uni, die City, die Leute, was ich immer zu fotografieren und als klassischer europäischer Tourist, der einfach alles fotografiert, durchzugehen (so ca. das was bei daheim Japaner sind).

Die Flickr Pics sind available soon.





Expat is your friend

19 01 2008

Man fühlt sich allein in dieser Stadt. Man versteht die Sprache nicht, man sieht anders aus, es wird über einen getuschelt. Man ist ein Ausländer. Da diese Stadt aber nicht die kleinste ist, gibt es hier tausende Leute wie wir es sind. Amerikaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Australier – man fühlt sich dem Rest der Welt näher, so irgendwie.

Gestern war jedenfalls unser erster Tag going out. Rein in den Bus – zur U-Bahn (die 24/7 fährt) – Ziel: Central Station. Erstmal raus in die Stadt und rein ins Fortgehvergnügen HK. Erste Destination war Lan Kwai Fong – Heimat älterer Expats auf der Suche nach jüngeren Asiatinnen. Dort hat uns eine etwas angetrunkene Engländerin empfohlen nach Norden zu gehen – Hollywood Road – dort reiht sich quasi ein ‘Among the World Top 100 Bars’ Club an den nächsten. Der Haken: Hier regiert die Kohle – und um reinzukommen, Freitag Abend, etwas fortgeschrittene Uhrzeit, muss man Member sein (dafür muss man lange viel Geld da gelassen haben). Also müssen wir uns wohl langsam die 10000 Top-Clubs in HK hocharbeiten.

Erstmal in die Buddha Lounge – Experimentelle house music und starke (und teure) drinks sind hier common. Weiter nach SoHo (heißt South of Hollywood Road – warums nicht SoHR heißt weiß ich nicht :D). Dort sind wir auf weitere Expats gestoßen – Franzosen, die seit 3 Tagen hier sind. Mit denen sind wir dann ein bissl um die Häuser gezogen. Bier kann man sich hier im seveneleven (Supermarkt – hat 24 Stunden offen) die ganze Zeit kaufen – wer hier also betrunken werden will braucht eigentlich nicht mal vorglühen. Billig war der Abend trotzdem nicht… Weiter gings in irgendnen Club – ja man kann in Hong Kong auch ohne Alkohol Spaß haben – mit Alkohol hatten wir aber definitiv mehr – und die Schweden, die wir da drin getroffen haben, hatten noch mehr. Jedenfalls dauerte der Abend bis halb 7 Uhr früh. Dann gings heim per Taxi – die U-Bahn zu finden wär in Richtung Unmöglichkeit abgerutscht.

Ein paar Erkenntnisse des Abends sind: Dass es is anscheinend OK ist wenn französische Männer (die laut eigenen Aussagen nicht schwul sind) einfach mal zum rumknutschen anfangen. Dass für Schweden 8€ Drinks (normale Mischgetränk) anscheinend fast geschenkt sind. Und dass man generell hier bei Nicht-Asiaten auf der Friendslist ganz weit oben steht.

Man freut sich über jedes europäische Gesicht, fängt mit allen irgendwie zum reden an und kommt auf tausend Gemeinsamkeiten drauf, die einem anderswo sowieso irgendwie egal wärn (oh you live in an extremely small room too – yeah me too!!). Jedenfalls verbindet einen mit einem Europäer hier so viel – das ’sich an die Asiaten gewöhnen müssen’, das ’sich das Asiaten Englisch anhörn müssen’, das ‘in an extremely small apartement wohnen und dafür Miete zahlen wie für ne Nobelvilla’ und einfach 15.000 km weg von zu Hause in einer komplett fremden Stadt sein. Da drauf trinkt man einfach einen :).

Expat: heißt Expatriate – ist so viel wie jemand, der ganz einfach in einem anderen Land lebt und arbeitet/studiert. Im Falle von HK sind das die tausenden Europäer, die einfach mehr Kohle haben als die Einheimischen und das auch raushängen lassen (wobei eigentlich auch türkische Gastarbeiter Expats wärn).